Vita Ina Weißflog

Ihr Weg zur Intranet Expertin


Stuttgart 1992, als frischgebackener Dipl.-Ing. (FH) wollte ich im Bereich Consulting einsteigen, doch ein erfahrener Berater empfahl mir erstmal an der Front Erfahrung zu sammeln. Seine Worte waren: „Gestandene Unternehmer und Manager überzeugt man besser durch eigene Berufserfahrung“. Zunächst machte ich ein langes Gesicht, aber im Grunde hatte er Recht.
So begann meine Laufbahn als technischer Koordinator und Berater in der Bekleidungsindustrie. Meinen „Beraterdrang“ und mein Organisationsgeschick konnte ich jetzt direkt an der Front ausleben. Einmal bei der zielgruppen- und termingerechten Prototypen-Entwicklung, aber auch direkt in der Produktion durch Qualitäts-verbesserungen. Diese zeigte sich z.B. durch eine Senkung der Retourenquote. Als Dipl.-Ing. fühlte ich mich hier aber etwas unterfordert und wollte mehr bewegen.

Es zog mich in die schöne Hansestadt Hamburg. Hier wurden mir in einem Herren-Bekleidungsunternehmen unter anderem die Erschließung  neuer Beschaffungsmärkte (Türkei und Griechenland), sowie die Verbesserung der Qualitätssicherung übertragen. Zunächst mussten die passenden Lieferanten gefunden werden. Dann hieß es die Lieferanten in der Prototypen-Erstellung und Produktion zu beraten, um sie auf unseren Qualitätsstandard zu bringen. Bei den Lieferanten in Indien, die bereits schon länger mit uns produzierten, war dies nur durch gezielte Vorort-Beratung und -Schulung möglich. So schickte mich mein Management für einige Wochen zuerst nach Bangalore und später noch nach Mumbay, damals noch Bombay.  Hier hieß es einfach Ärmelhochkrempeln, ignorieren das es 35 °C bei 90% Luftfeuchtigkeit hatte (es war gerade Monsunzeit) und anpacken. Mein Beraterherz schlug auf Hochtouren. Nach meiner Abreise waren die Prototypen für den Vertrieb fein säuberlich nach Deutschland unterwegs, die Bügeleisen tropften nicht mehr, da die Zuleitungsrohre endlich eine Isolierung bekommen hatten, das Layout für den Maschinen-Parcours in der neuen Produktionshalle wartete nur noch auf die Fertigstellung der Halle und unsere neuen Qualitätsrichtlinien wurden auch bereits umgesetzt.

Sie fragen sich vielleicht, wie kommt man von der Bekleidung zur Informationstechnologie (IT). Das ständige aus dem Kofferleben, 70 % der Zeit nur unterwegs auf Messen und bei Lieferanten, machte  mir auf Dauer nicht mehr so richtig Spaß. So suchte ich mir einen neuen Arbeitgeber der mir eine reduzierte Reisetätigkeit bot. Hier erkannte ich aber dann recht schnell, dass der verlorene Spaß eigentlich nicht von der vielen Reiserei kam, sondern von dem sich immer schneller drehenden Modekarussell. Meiner Meinung nach bringen die verkürzten Modezyklen niemandem einen wirklichen Nutzen, weder den Kunden noch den Produzenten.

Ich erkannte, dass ich mich umorientieren musste. Wie und wo konnte ich also mein Beraterherz, meine Kreativität und mein Organisationsgeschick weiter einsetzen? Wann war das? 1998. Das Internet boomte zu dieser Zeit, Fachkräfte waren noch Mangelware. So machte ich eine Ausbildung im Bereich Multimedia/Mediengestaltung in Stuttgart.
Gleich im Anschluss konnte ich ein Praktikum bei einer großen amerikanischen Firma absolvieren und wurde nach kurzer Zeit übernommen. Als Web Development Engineer war ich für das deutsche Intranet der internen Kunden zuständig. Zu Beginn bewältigten wir erstmal die Firmenabspaltung  von einer großen amerikanischen Computerfirma. Das Motto war: „clone and go“. Danach begann dann die spannende Zeit des Intranet-Redesigns. Hier konnte ich mein Beratertalent wieder richtig ausleben. Zunächst war das lokale und regionale Denken dominant, jede Abteilung bekam eine eigene Intranet-Homepage.
Es war noch kein Jahr nach der Abspaltung vergangen, da wehte auf einmal ein neuer Wind durch die Firma, der hieß Globalisierung. Viele Abteilungen wurden jetzt außerdem auf einmal zentral von Amerika aus gesteuert. Das bedeutete für uns, dass wir die ganzen Homepages, die wir gerade regional ausgerichtet hatten, auf ein globales einheitliches Intranet-Design umstellen mussten.

Durch diese schnellen Struktur-Änderungen wurde mir klar, was „Intranet-Usability“ eigentlich bedeuten muss: Der Anwender mit seiner Produktivität steht im Vordergrund, er muss seine Informationen und Prozessbeschreibungen schnell finden, egal wie die Abteilung heißt, an wen sie berichtet oder wie sie strukturiert ist. Außerdem muss nachhaltiges Intranet-Design das Ziel sein. Durch die laufenden Änderungen in heutigen Firmen sind die Anwender sonst nur noch mit Suchen beschäftigt und kommen nicht mehr zu ihren eigentlichen Aufgaben.

Für mich begann eine sehr lehrreiche Zeit. Ich wurde IT-Projektleiter, war jetzt für das Projektmanagement von globalen Groß-Projekten im Bereich Intranet zuständig, außerdem koordinierte ich eine Infrastruktur-Migration für unsere Abteilung. Mein „Beraterherz“ konnte auch höher schlagen, als ich die Reiseabteilung bei der Einführung einer externen Reisebuchungssoftware als IT-Consultant beriet. Die Vor- und Nachteile von „Remote Management“ lernte ich kennen und mein Geschäftsenglisch war ganz nebenbei jetzt wieder auf dem neuesten Stand.
Von mir aus konnte das so weitergehen, die Firmenleitung sah das aber leider ganz anders und beschloss den Großteil der IT nach Indien zu geben. Auch der große Protest meiner internen Kunden half da wenig, denn Outsourcing hieß die Devise.

Berufserfahrung hatte ich mittlerweile schon viel gesammelt, so entschloss ich mich im April 2005 mein Wissen nicht nur einer Firma zur Verfügung zu stellen. Ich gründete meine Firma „IT-Training, -Service und -Consulting“ mit dem Fokus auf Intranet-Design und - Consulting. Die ersten Jahre waren geprägt von Intranet-Beratungen und -Schulungen. Im Lauf der Zeit kamen dann auch Internet-Projekte dazu, z.B. die Entwicklung von Internet-Auftritten oder die Beratung beim Aufbau von Webshops. Mehr zur Philosphie und Historie erfahren sie auf der Seite "Wer Ich bin".

Viele Grüße,

Ina Weißflog

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Ina Weißflog

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